Bakteriostatika und FungizideCANdot Serie D - Nanopartikel mit antimikrobiellen Eigenschaften

Durch Nanopartikel mit antimikrobiellen Eigenschaften soll es ermöglicht werden, große Flächen, beispielsweise in Kliniken, mit einer Beschichtung zu versehen, auf der sich gefährliche Bakterien nicht vermehren können. So soll einer Infektion von Patienten mit Krankenhauskeimen wie Staphylococcus aureus oder Pseudomonas aeruginosa vorgebeugt werden.

Auch in anderen Bereichen, wie z. B. bei Rohrleitungen in der Lebensmittelindustrie, in denen schädliche Biofilme eine Rolle spielen, können diese Nanopartikel von Nutzen sein.

Mikroorganismen und Biofilme stellen in vielen Bereichen ein ernstzunehmendes Problem dar. Sogenannte Krankenhauskeime wie Staphylococcus aureus oder Pseudomonas aeruginosa sorgen jährlich Europaweit für drei Millionen nosokomiale Infektionen, von denen 50.000 tödlich enden (Stand 2005). Ein großes Problem ist hierbei die zunehmende Antibiotikaresistenz der Bakterien. Durch die Beschichtungen von Oberflächen mit Produkten, die eine Vermehrung solcher Mikroorganismen erschweren oder verhindern, könnte die Zahl der Infektionen in Krankenhäusern deutlich verringert werden.

Ein weiteres Problem ist die Ansiedelung von Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Algen, Pilze, Protozoen) in Biofilmen. Diese bilden sich an Grenzflächen aus, an denen wässrige Flüssigkeiten mit Luft oder festen Phasen in Berührung kommen. Dieses sogenannte Biofouling stellt ein Problem in Rohrleitungen der lebensmittelverarbeitenden Industrie, bei Wärmetauschern sowie auf Schiffs- und Bootsrümpfen dar.

Die CAN GmbH testet derzeit die Anwendbarkeit von Nanopartikeln mit antimikrobieller Wirkung auf diesen Gebieten.

Nanomaterialien

Dr. Vesna Aleksandrovic-Bondzic

Dr. Vesna Aleksandrovic-Bondzic